Veränderungen in Turn-und Sportvereinen

Die Lebenswelt von Kindern befindet sich in einem stetigen Wandel. So gibt es immer mehr Familien in denen beide Elternteile berufstätig sind oder ein Elternteil ist alleinerziehend ist. Daher müssen viele Kinder außerhalb der familiären Strukturen versorgt werden. Gibt es keine familiären oder privaten Betreuungsmöglichkeiten sind Familien auf staatliche Unterstützung angewiesen. Aus diesem Grund wird der Ausbau von Betreuungskapazitäten in Kindertagesstätten und Schulen stetig vorangetrieben.

Diese Veränderung wird sich auch auf die Angebote des Turn- und Sportvereins auswirken. Daher ist es für den Verein ratsam, sich frühzeitig mit der neuen Situation auseinanderzusetzen und sich mit den anstehenden Herausforderungen zu befassen.

Der klassische Sportverein, der seine Angebote am Nachmittag und Abend anbietet, realisiert schon jetzt die Veränderungen in der Gesellschaft bzw. wird diese in Zukunft deutlich spüren. Durch die Öffnung des Vereins über die klassischen Vereinsangebote hinaus ergeben sich viele neue Möglichkeiten. Die Kooperation mit einer Schule öffnet die Tür zu einer weiteren Lebenswelt von Kindern und ermöglicht es so, die Zukunft aktiv mit zu gestalten. Mit der aktiven Gestaltung von Kooperationen kann sich der Verein ein ganz eigenes Profil schaffen, welches eine große Chance für die Vereinsentwicklung darstellt. Über die Aktivitäten an Schulen wird der Verein positiv wahrgenommen und kann zeigen, dass mehr hinter ihm steckt als „einfach nur" Sport.

Vereine sollten sich von dieser Herausforderung nicht abschrecken lassen. Eine Kooperation sollte immer als Prozess betrachtet werden. Es müssen nicht sofort mehrere dauerhafte Angebote entstehen, die perfekt funktionieren. Die Zusammenarbeit kann auch mit einer gemeinsamen Aktion beginnen. Vielleicht wird auch erst eine gemeinsame Vision entwickelt, die die Bedürfnisse der Beteiligten berücksichtigt. Ziel einer jeden Kooperation sollte es jedenfalls sein, eine gemeinsame, partnerschaftliche Idee der Zusammenarbeit zu entwickeln und einen Mehrwert für beide Seiten zu erzielen.

Kooperation mit Schule

Eine Möglichkeit einer Zusammenarbeit ist die Kooperation mit einer Schule. Durch die verpflichtende Teilnahme aller Kinder am Schulunterricht ist dieses System für den organisierten Sport sehr interessant. Über vielfältige Aktionen können sich die Turn- und Sportvereine einbringen und sich einem breiten Publikum präsentieren. Wichtig dabei ist: Der Turn- und Sportverein darf und soll nach dem Schulgesetz nicht die Lehrer ersetzen. Die eingesetzten Übungsleiter/innen sollen vielmehr zu einer besonderen Vielfalt beitragen, von der sowohl die Schule als auch der Verein profitiert.

Es gibt verschiedene Zuschussprogramme:

Um Kinder im Schulalter zu lebenslangem Bewegen, Sport und Sporttreiben hinzuführen, unterstützt der WLSB mit dem Zuschussprogramm "Kooperation Schule-Verein" die Zusammenarbeit von Schulen und Sportvereinen.

Bezuschusst werden Bewegungsangebote, die im folgenden Schuljahr von Schule und Verein gemeinsam durchgeführt werden. Grundlage ist eine jährliche Ausschreibung, in der die Zuschusskriterien festgelegt sind. Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen in ihrer motorischen, kognitiven und sozial-emotionalen Entwicklung und in ihrer Persönlichkeit zu fördern. Zudem soll Sport als freudvoll und sinnstiftend empfunden werden. Dies gilt auch für Kinder, die bisher wenig Affinität zu Sport und Bewegung hatten.

Sportvereine erreichen dabei potentielle Mitglieder und können sich darüber hinaus als Qualitätsanbieter bei Eltern und Schulen präsentieren.Weiter kann die Schule ihre Ganztagsbetreuung um ein sportliches Angebot ergänzen.

Das Förderprogramm ist seit 1982 fester Bestandteil in der Vereinsförderung des Landes Baden-Württemberg und wird vom Württembergischen Landessportbund für das Verbandsgebiet Württemberg umgesetzt.

Kooperation GTS - SV

Alles rund um die Zusammenarbeit von Sportvereinen und Ganztagsschulen finden Sie in dieser Broschüre "Herausforderung Ganztag" vomWLSB.

Das neue Ganztagsschulkonzept

Am 16. Juli 2014 wurde in der Bildungspolitik des Landes Geschichte geschrieben. Der Landtag hat das Gesetz für die Ganztagsgrundschule und die Grundstufen der Förderschulen verabschiedet. Damit ist die Ganztagsschule kein Schulversuch mehr, sondern verbindlich im Schulgesetz verankert. Der Landesregierung ist es gelungen, das neue Konzept in enger Abstimmung mit den kommunalen Landesverbänden voranzubringen. Das Konzept zeichnet sich dabei durch seine große Flexibilität aus. Schulträger und Eltern können wählen zwischen der verbindlichen Form der Ganztagsschule, an der alle Kinder einer Schule teilnehmen, und der Wahlform, bei der die Eltern entscheiden, ob sie ihr Kind anmelden. Außerdem gibt es vier verschiedene Zeitmodelle, die sich den Bedürfnissen vor Ort anpassen.

Hier finden Sie das Eckpunktepapier sowie die Rahmenvereinbarung in Kürze für das neue Konzept der Ganztagsschule.


Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Kultusportal von Baden Württemberg.

Koordinierungsstelle

Immer mehr Schulen wechseln in den Ganztagesschulbetrieb. Und sind dabei häufig auch auf Hilfe von Sportvereinen angewiesen. Der Württembergische Landessportbund trägt dieser Anforderung nun Rechnung und hat in 15 Sportkreisen – darunter auch im Sportkreis Ostalb - Koordinierungsstellen eingerichtet. Mit den Koordinierungsstellen möchte der WLSB den organisierten Sport vor Ort als ersten Ansprechpartner für außerschulische Sportangebote im Ganztag etablieren – so wie es auch die Rahmenvereinbarung zwischen Kultusministerium und Landessportverband vorsieht.

Im Sportkreis Ostalb sowie im Turngau Ostwürttemberg hat Sandra Klein die Koordinierungsstelle übernommen.

Ziel der Koordinierungsstellen wird es sein, auf Basis der Rahmenvereinbarung zwischen Sport und Politik die Zusammenarbeit von Sportvereinen und Ganztagsschulen zu verbessern und so die Quantität und Qualität dieser außerunterrichtlichen Formen der Zusammenarbeit zu steigern. Demnach sollen Kooperationen nicht nur flächendeckend in Württemberg entstehen, sondern auch das Sportangebot an den Schulen vielfältiger gestaltet werden. Die Sportvereine stellen hierfür gut qualifizierte Übungsleiter und Trainer, mit einer Übungsleiter-C-Lizenz oder einer Trainerausbildung.

Zu den Aufgaben der Koordinatoren gehören, alle Beteiligten vor Ort über neusten Entwicklungen, Gesetze, Verordnungen und Möglichkeiten der Partizipation zu informieren. Die Finanzierung für Angebote von Sportvereinen im schulischen Ganztag, nimmt dabei eine zentrale Stellung ein. Die Schulleitungen und Schulträger müssen davon überzeugt werden, dass alle Möglichkeiten der Finanzierung, also auch die Monetarisierung von Lehrerwochenstunden, ein Gewinn für alle Kooperationspartner sein wird. Entwickeln sollen sich stabile Netzwerke zwischen Sportvereinen, Schulen und Schulträgern in einzelnen Kommunen der Sportkreise, Schulämter, Fachverbände und Regionalteams Sport.

Kontakt

Koordinatorin Ganztagsschulen Sportkreis Ostalb

Sandra Klein
Wiener Straße 6
73430 Aalen

Telefon: 07361 - 55 79 619
Telefax: 07361 – 55 79 621

E-Mail: sandra.klein(at)sportkreis-ostalb.de

www.sportkreis-ostalb.de

Ansprechpartner

Turnwart:

Bernhard Elser
Im Brühl 7
73540 Heubach

Tel.: 07173-12253

Bernhardelser(at)web.de

Turnwartin:

Tanja Conrad
Pfarrer-Kolb-Straße 14
73560 Böbingen

Tel.: 07173-920580
Mobil: 0170-1779464

Tanja.Conrad@t-online.de