Neue STB Kindercups: Ausschreibungen 2013
die weiter unten folgenden Kindercups entsprechen nicht dem dem aktuell gültigen Stand. Für die Wettkämpfe im Turngau Ostwürttemberg und beim STB gelten nur noch die aktuellen Ausschreibungen Stand 2013
STB-Kindercup - Neue Wettkampfstruktur für Kinder
03.12.10
In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat eine nicht mehr überschaubare Vielzahl an Wettkämpfen für Kinder im STB und in den Turngauen zu Verwirrung und teilweise auch für Ärger gesorgt (Kitu-Cup I, Kitu-Cup II, Fitness-Cup, Grundschul-Cup I, Talent-Cup). Circa acht bis zehn weitere, von den Turngauen selbst konzipierte Wettkämpfe, kommen noch hinzu. Um die Wettkämpfe für Kinder ab dem sechsten Lebensjahr im STB für die Vereine überschaubar zu machen, werden vom 1. Januar 2011 an nur noch zwei Wettkampfformen angeboten:
der STB-Kindercup und die STB-Kindercups der Fachgebiete.
Es handelt sich um ein durchgängiges und fachlich fundiertes Angebot als Hinführung zu Wettkampfsportangeboten. Die STB-Kindercups der Fachgebiete dienen als Vorbereitung auf die Anforderungen innerhalb einer Sportart. Alle Kinder müssen vier allgemeingültige Grundanforderungen plus vier sportartspezifische Anforderungen erfüllen. Die sportartspezifischen Anforderungen entwickelt jede Sportart für ihre Wettkämpfe selbst.
NEUES ANGEBOT IM KERNPROGRAMM WETTKAMPFSPORT
Von 6 bis max. 10 Jahre
· STB-Kindercup Gerätturnen
· STB-Kindercup Aerobic
· STB-Kindercup Mehrkampf
· STB-Kindercup Gymnastik
· STB-Kindercup Trampolinturnen
· STB-Kindercup Rhönradturnen
Ausschreibung: 4 Basisaufgaben, für alle Cups gleich und dazu 4 sportartspezifische Aufgaben.
Von 6 bis 8 Jahre
· STB-Kindercup (ersetzt den Kitu-Cup I)
Sportartübergreifender Grundlagenwettkampf für bewegungsbegabte Kinder zur Entwicklung der koordinativen und konditionellen Fähigkeiten als Leistungsvoraussetzung für spätere Wettkampfteilnahme. Als Grundlage dient die Erkenntnis, dass Wettkämpfen für Kinder ab sechs Jahren eine elementare Bedeutung zukommt. Ab diesem Alter bis zum Beginn der Pubertät können fundamentale koordinative (Orientierungs-. Differenzierungs-, Gleichgewichts-, Reaktions- und Rhythmusfähigkeit) und konditionelle Fähigkeiten (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit) in besonderen, altersabhängigen Abschnitten (sensible Phasen) über Bewegungsfertigkeiten entwickelt und verbessert werden.
Die Entwicklung und Bedeutung umfassender und vielfältig koordinative Bewegungsfertigkeiten für die Gehirnentwicklung bei Kindern wurde in der neurologischen Gehirnforschung eindrucksvoll nachgewiesen. Das gilt sowohl für das Erlernen „feinmotorischer Fertigkeiten“ (z. B. Geige spielen) genau so wie für das Erlernen „grobmotorischer Fertigkeiten“ in den verschiedenen Sportarten. Diese Erkenntnisse aus der Forschung wurden, insbesondere durch die „Mehrfachaufgaben“, wie sie in einzelnen Anforderungen des STB-Kindercups enthalten sind, berücksichtigt. Die Wettkämpfe haben für Kinder eine große Bedeutung, weil folgende Erziehungsziele damit erreicht werden können:
1. Kinder müssen Möglichkeiten haben, ihr Können und ihre eigene Leistungsfähigkeit zu erfahren. Dies können sie an sich selbst oder im Vergleich mit anderen Kindern erleben.
2. Die Entwicklung der Leistungsbereitschaft bei Kindern orientiert sich je nach Neigung, Erziehung und Umgebung an drei Größen:
• Bewältigung von Aufgaben (Erfolg für sich selbst)
• Sieg über andere (Erfolg über andere)
• Soziales Verhalten (Erfolg für und mit anderen)
3. Die Ausbildung der Leistungsbereitschaft bei Kindern ist als Transfer für das Erwachsenenalter ein wichtiger Erziehungsfaktor. Es geht letztendlich auch darum, den Ansprüchen in einer Leistungsgesellschaft gerecht zu werden. Der STB-Kindercup als sportartübergreifende Wettkampfform für alle Fachgebiete dient als Einstiegsangebot in den Wettkampfsport. Er ist für alle Kinder leistbar, auch wenn sie nur einmal pro Woche üben.
Die Ziele der Aufteilung in den STB-Kindercup und in die STB-Kindercups der Fachgebiete sind,
a) dass alle Kinder unabhängig von ihrer Sportart in der Vorbereitung für die Wettkämpfe die gleichen konditionellen und koordinativen Fähigkeiten trainieren müssen, um ein möglichst gleiches Voraussetzungsniveau zu haben.
b) dass die Sportarten, ausgehend von den nahezu gleichen Voraussetzungen, ihre jeweiligen sportartspezifischen Fertigkeiten für spätere Wettkämpfe vorbereiten können. Der STB-Kindercup und die STB-Kindercups der Fachgebiete werden erstmals beim Landeskinderturnfest 2011 in Neckarsulm als Wettkampf angeboten und finden dann Eingang in das Wettkampfprogramm der Turngaue und Vereine. Auch für den Sportunterricht in der Schule und für die Kooperationen „Schule und Verein“ sind die Cups geeignet. Die Ausschreibungen stehen ab Mitte Dezember unter www.stb.de zum Download zur Verfügung.